Sensorreinigung

Da die Sensorreinigung bei meiner Kamera wieder einmal mehr als überfällig war, hier gleich das erste Thema für den neuen Blog. Ein Staubkorn auf dem Film einer analogen Spiegelreflex Kamera wurde gleich nach der Belichtung weiter transportiert. Bei digitalen SLR Kameras bleibt der Schmutz leider auf dem Sensor liegen und im Laufe der Zeit, je nach Arbeitsumgebung, Häufigkeit der Objektivwechsel usw., vermehrt er sich zudem dort auch noch.

Aktuelle Modelle werden häufig schon mit ein Sensorreinigungssystem ausgestattet, der den Schmutz beim Einschalten durch Vibrationen o.ä. quasi abschüttelt. Da meine ältere Canon EOS 20D diese Funktion noch nicht hat, bleibt da nur die Do it your self – Lösung. Der erste Staub war bereits ab Werk auf dem Sensor und mit den ersten Bildern kommt noch Abrieb durch die Spiegel- und Verschlussmechanik hinzu.

Die in einschlägigen Foren zum Thema Sensoreinigung angesprochenen Lösungen reichen von: Einsenden zum Hersteller, da man leicht die empfindliche hochvergütete Glasfläche auf den Sensor verkratzt, über Wattestäbchen, Blasebalg, Mikrofasertücher bis hin zu speziellen Werkzeugen wie den Speckgrabber und VisibleDust Ultra Swabs im 12er Pack inkl. Spezialreiniger für schlaffe 60,- €.

Als DSLR Einsteiger ist man durch die vielen Meinungen doch eher abgeschreckt und man hat schon etwas Sorgen um sein Neues teures Stück Technik. Da bei Offenblende die meisten Flecken eh kaum sichtbar werden, reicht hier auch noch häufig die Stempelfunktion der Bildbearbeitungssoftware. Wenn man aber wie bei Landschafts- und Makroaufnahmen üblich mehr abblendet, artet der Workflow langsam aber sicher in Arbeit aus und wenn die Bilder erst einmal so wie hier abgebildet aussehen, wird es mal wieder höchste Zeit für eine Reinigung.

Sensorflecken bei f/16

Sensorflecken bei f/16

Nun gibt es im Menü der Kamera die Funktion Sensorreinigung, also was liegt näher, diese auch zu nutzen. Ich entschied mich damals für einen Speckgrabber. Die Reinigung ist damit war zwar möglich aber nicht wirklich optimal. Da das Bild in der Kamera zudem noch gespiegelt wird, ist es ist schon mehr Glückssache, die kleinen Staubkörner mit der sehr kleinen Oberfläche des Speckgrabbers an der vermuteten Stelle aufzunehmen. Nach der Reinigung folgten dann wieder Testbilder mit dem Ergebnis, das die Staubkörner nun mit etwas Glück in einer anderen Ecke liegen, wo sie dann vielleicht nicht mehr so sehr stören. Aber so wirklich richtig sauber habe ich die Glasplatte über den Sensor damit nie bekommen.

Bis jetzt … ;-)

Nach einigen Jahren im Betrieb und rund 70.000 Auslösungen musste nun eine gründliche und preisgünstige Lösung her, so dass mich die Suche nach einer Alternative zum Speckgrabber, zum Sensor-Film Set von Reiner Hönle brachte. Als Grundlage seiner Idee steht der Discofilm. Discofilm wurde ursprünglich dazu entwickelt Schallplatten von Staub zu befreien (für die jüngere Generation, das sind die CDs aus meiner Zeit, schwarz, flach in Pizza Medium Größe und mit der Musik sichtbar in Form von Rillen, in denen sich ebenfalls gerne Staub festsetzte). Den flüssigen Sensor-Film trägt man dünn auf den Sensor auf und zieht diesen dann nach dem trocknen vollständig mit dem ganzen Sensorschmutz wieder ab. Auch wenn die Handhabung zuerst etwas kompliziert erscheint und es durch die Trockenzeit etwas länger dauert, das Ergebnis überzeugt vollends. Das erste Mal, zum nahenden lebenszeitende meiner guten alten EOD 20D, ist kein Fleck mehr auf dem Sensor. Auf ein Foto als Qualitätsnachweis verzichte ich hier nun einmal, man denke sich halt ein Bild ohne Sensorflecken. :-)

So ein Fläschchen für 19.95 € hält bestimmt so lange, bis auch die günstigsten DSLR Kameras standardmäßig mit einem Sensorreinigungssystem ausgestattet werden.

Den Sensorfilm, Anleitung, Shop und alles was es sonst noch darüber zu Wissen gibt, finden Sie auf der Sensor-Film Webseite.

Von mir ein Top. ;-)

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