Segelflugzeug Ka8

- Segelfliegen in Hamburg -

Bäderbahn Molli
Segelfliegen in Hamburg
Segelflugzeug Ka8
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Beschreibung für das Bild: - Segelfliegen in Hamburg -

Auf zum Segelfliegen in Hamburg. Unsere "Eins Hotel" beim Windenstart. 1000 Meter Stahlseil bringen dieses Segelflugzeug auf rund 500 Meter Flughöhe. Dann heißt es Thermik suchen, weiter steigen und dann auf und davon.

Nur im Kreis?
Immer nur im Kreis fliegen? Ist das auf die Dauer nicht langweilig? Für den flüchtigen Betrachter mag Dieses so aussehen und viele Menschen glauben das Segelfliegen auf Raum und Zeit sehr eng begrenzt ist.

Fast ohne Grenzen?
Streckenflüge von über 3000 km, Segelkunstflug mit über 6G (ein Luftwaffen Tornado schafft 7,5G). Geschwindigkeiten von über 270 km/h und Höhenflüge von über 15.000 m zeigen derzeit die Grenzen auf und gehören zweifellos zu den Ausnahmen. Ein Ausflug von Hamburg zur Mecklenburgischen Seenplatte oder sich einfach mal ein paar Stunden die Heimat von oben ansehen, ist da aber schon mal drin.

Warum im Kreis?
Die “Cumulus-Wolke”, sie entsteht wenn die Sonne den Boden erwärmt und die warme Luft nach oben steigt. Während des Aufstiegs kühlt die Luft ab, bis sie kondensiert. Das Aufsteigen der warmen Luft nennt man Thermik, es ist unser Motor. Wir Kreisen in der aufsteigenden Luft und lassen uns mit nach oben nehmen. Moderne Leistungssegelflugzeuge haben ein Gleitverhältnis von bis zu 1:60. Das heißt mit 1 km Höhe können sie 60 km gleiten. Man fliegt nun eine Teilstrecke in die gewünschte Richtung, bei der man natürlich wieder an Höhe verliert. Man sucht sich erneut eine “Wolke” und fängt wieder an Höhe zu gewinnen.

Zur ersten Wolke?
Man nehme ein Seil, 1 km lang, am dem einen Ende hängen wir und am anderen Ende 360 PS. Das reicht um uns auf eine Höhe von 400-500 Meter zu schleppen. Es gibt selbstverständlich noch andere Startmöglichkeiten wie z.B. den Flugzeugschlepp etc.

Die “Notlandung” ?
Segelfliegen wird natürlich auch als Wettkampf- und Leistungssport betrieben, bei dem man auch einmal an die Grenzen der von der Natur gelieferten Energie geht. Das Ziel ist natürlich wieder den Zielflugplatz zu erreichen, was einen manchmal aber nicht mehr gelingt. Leider häufig immer noch von der Presse falsch interpretiert, ist die “Notlandung” in Wirklichkeit eine “Außenlandung”. Für Motorflugzeuge gilt Flugplatzzwang. Segelflugzeuge dürfen auf geeigneten Feldern oder Wiesen “außen landen”. Sie wurden extra so konstruiert (zerlegbar) und als Segelflieger wird man für solche Landungen ausgebildet. Immer wenn der “Motor” ausfällt, bleibt einen nix anderes übrig, als zu landen und den “lieben Rückholer” anzurufen, der ein dann mit dem Flugzeuganhänger abholt.

Passiert da nix?
Ist Segelfliegen gefährlich? Wenn man dort oben am Himmel fast lautlos umher gleitet, neigt man dazu die Gefahren zu verdrängen. In der Zeit, in der ich diesen Sport betreibe, kann ich nur zu einem Schluss kommen:

Ja… es ist gefährlich!

Aber der kameradschaftliche Umgang, das “Mehr-Augen-Prinzip” (jeder hat ein Auge auf die Anderen), Flug- und Sicherheitstrainings, Vorschriften, Gesundheitschecks (Flugmedizinische Untersuchung), Seminare und die ständige Weiterentwicklung der Flugzeugtechnik und –sicherheit beschränkt das Risiko auf ein Minimum.

Stinkreich?
Noch so ein Vorurteil. Segelfliegen, ein elitärer Sport? Nein, das ist er nicht! Wer nicht gleich sein eigenen „Flieger“ haben möchte, kommt mit rund 100 Euro im Monat schon ganz gut zurecht. Was aber jeder mitbringen muss ist Zeit, viel Zeit. Segelfliegen ist ein Mannschaftssport, keiner kommt alleine zur Wolke. Man verbringt schon ganz locker mal 12 Stunden auf dem Platz. Auch im Winter keine Pause, die Segelflugzeuge werden in den Wintermonaten gewartet. Die Vereine suchen händeringend Mitglieder die handwerklich begabt sind: Metallbau, Kunststofftechnik, Holz, Lack und Elektronik. Selbstverständlich sind auch der junge Nachwuchs (ab 14 Jahren) und natürlich auch die nicht begabten Schrauber lachen herzlich willkommen. Das Segelfliegen nicht nur den Männern vorbehalten ist, muss ich ja wohl nicht extra erwähnen.

Spaß am fliegen?
Macht das Spaß? Das findet man am besten selber raus. Es ist bestimmt nicht jedermanns Sache. Fast alle Vereine bieten Gastflüge an. Einfach mal mitfliegen und sehen ob einen der steile Anstieg und das gekurve gefällt.

Interesse geweckt?
Sie wohnen in oder um Hamburg und Sie möchten mehr über den Segelflugsport in Hamburg erfahren? Dann schauen Sie doch mal beim Hamburger Verein für Luftfahrt vorbei. Sie wohnen nicht in oder um Hamburg? Es gibt über 36.000 aktive Segelflieger in Deutschland und bestimmt ein Segelflugplatz in Ihrer Nähe.

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Technische Daten (EXIF):

Kamera: Canon EOS 20D, Belichtung: 1/250 sek., Blende: f/7.1, Programm: Blendenvorwahl (Av), ISO: 100, Aufnahmedatum: 23.04.2005, Belichtungsmessung: Mehrfeldmessung, Blitz: aus, Brennweite: 102 mm (KB)
 

... und hier noch ein paar Bilder aus der Galerie 'Technik':

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